KanThaiPan

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KanThaiPan liegt im Südosten Midgards.

Im Südosten von Sirao liegt KanThaiPan, ein Feudalstaat, an dessen Spitze der im Osten regierende Jadekaiser steht.

Bevölkerung

Die Einwohner werden KanThai genannt. Die offizielle Landessprache ist KanThaiTun.

Landschaft und Klima

Die vier Jahreszeiten sind in etwa gleich lang. Im Winter gibt es oft starke Schneestürme und klirrenden Frost. Die Sommer bringen schwüle Hitze und sehr viel Regen - allenfalls in Rawindra fällt mehr Regen. Wenn die Regenzeit mit der Schneeschmelze im Gebirge zusammenfällt oder die Flussgeister oder Long nicht angemessen versöhnt wurden, sind entsetzliche Überschwemmungen die Folge. Der Herbst und der Frühling sind dagegen mild und angenehm. Die Menschen KanThaiPans haben gelernt, die Launen der Natur zu akzeptieren und sehen es sogar als Tugend an, still zu erdulden. Einige Dichter haben dadurch Berühmtheit erlangt, dass sie vor ihrem Kältetod ein Gedicht über die Schönheit des Schnees und der Winterlandschaft verfassten. Gerade unter der ärmeren Bevölkerung des TsaiChen-Tals, dessen Winter deutlich kälter sind, fehlen den Ärmeren oft Gliedmaße aufgrund von Erfrierungen.

Städte

Siehe: Städte und Einwohnerzahlen

Architektur

In den Städten KanThaiPans ist der Wohnhaus-Bau standardisiert worden. Genormte Maße ermöglichen es den Handwerkern, schnell zu bauen. In KuroKegaTi ist das Hofhaus in vielen Variationen die beliebteste Wohnform, zumeist aus Stein oder Lehm gebaut. Die Familien schützen sich hinter Mauern vor jeder Öffentlichkeit, und ein differenziertes System von Höfen und Zonen zeigt die Position der Bewohner. Bei den Adligen existieren getrennte Bereiche für Frauen und Männer. Oftmals kunstvolle Tore, teilweise kreisrund, verbinden die Bereiche, und Inschriften der Beamten und Geistermauern sollen vor bösen Geistern schützen. In den Gebieten, die an Medjis und Minangpahit grenzen, schützen sich Dorfgemeinschaften durch wehrhafte ringburgartige Hofhäuser vor Überfällen der Räuberbanden oder der Medjenen. In den Außenbereichen der Städte gleichen die Häuser von reichen Händlern oder Handwerksbetrieben kleineren Festungen mit schweren Toren und Mauergängen.

"Was im Haus vorhanden sein muss

Die Küche.
Die Räumlichkeiten für das Gefolge.
Ein neuer Besen.
Junge Mägde und Diener.
Ein dreiteiliger Wandschirm
Ein hübscher bestickter Proviantsack.
Ein Regenschirm.
Eine lackierte Tafel, auf der man niederschreibt, was man vergessen könnte.
Ein rundes Kissen
Ein Kohlebecken, das mit Zeichnungen hübsch verziert ist.
Schalen für den Reiswein.


Sei Schonagon
Hofdame in ChangAn

Im TsaiChen-Tal versuchen die Adligen hingegen, die Natur mit dem Haus zu verbinden. Die Wohnhäuser sind generell eher schlicht und der sehr protzige bunte Stil des Ostens wird nur noch bei den Tempelbauten benutzt. Entlang kunstvoller Gartenzonen läuft das Haus, das immer wieder inszenierte Blicke in die Natur bietet. Aufgrund der dunklen Alten Götter kommen Erdbeben häufiger vor. Eine leichte, nicht isolierte Holzbauweise wird bevorzugt. Bodenabstand und weit überstehende Dächer schützen vor Regen und Bodenfeuchtigkeit. Zugleich schirmen die Dächer die Sonneneinstrahlung ab. Im Inneren sind die Räume durch kunstvolle Durchgänge miteinander verbunden. Dünne Wände aus Stroh oder Papier zwingen die Bewohner stets zur Ruhe. Abbildungen des Geisterjägers WeTo sollen vor bösen Einflüssen schützen. Eine Besonderheit sind die Wohnhäuser, die teilweise tief in den weichen Lehmboden gegraben wurden, um vor der Hitze des Sommers, vor Kälte und Räubern zu schützen. Durch einen Innenhof, der als Belichtung dient, erschließen sich die Wohungen der kleineren Gemeinschaften. In den Städten leben die Einwohner in Vierteln gemäß ihrer gesellschaftlichen Position. Lediglich in den freieren Hafenstädten besteht eine freie Wahl der Wohnungen. Stadtmauern umgeben größere Städte mit engen verwinkelten Gassen, die oft extrem dicht bevölkert sind. Die inneren Viertel richten sich geometrisch exakt in Nord-Süd Richtung aus und werden nachts abgeriegelt. In vielen Städten sind Ausgehsperren verhängt, die von Polizeibütteln und Feuerwächtern durchgesetzt werden und von denen nur das Vergnügungsviertel ausgenommen ist.

Geschichte

Der Große Ho gilt als der erste Kaiser und Gründer des Reiches. Sein verschollenes göttliches Buch HungFan beschreibt die Gesetze der Ordnung. Die kosmischen Gesetze fesseln die Urmächte, die sogenannten dämonsichen vier "Alten". So liegt der schwarze Herr Kutuhzaroth, heute KuTuh genannt, auf dem Grund der Sednasee, Kromkruachadh, der Grüne Herr, träumt auf der Insel der Unsterblichkeit, gefesselt von den Acht Winden, im Meer der Morgenröte. Yenlenzedaths, jetzt bekannt als YenLen, liegt tief im Erikulgebirge in den 1000 Höhlen und Padkuzorakh, als PadKu gefürchtet, schläft unter einem Vulkan auf den Feuerinseln des Südmeers.

Drei der Chaosdämonen halfen 60 mächtigen und unsterblichen valianischen Seemeistern mithilfe des Weltentores in YenXuLu, KuroKegaTi zu erobern. Die Adepten verpflichteten sich dazu, ihnen unablässig Menschen zu opfern und sie wie Götter zu verehren. Seit dem Verschwinden Landabarans und den vielen Intrigen untereinander wurden die Adepten geschwächt. Ihre Kontrolle über die Dämonen verringerte sich. Sie sahen sich gezwungen, ihren Innersten Zirkel kanthaipanischen Zauberern zu öffnen. Wie alle Invasoren bisher, die nicht besiegt werden konnten, mussten sie sich der Kultur anpassen, um zu herrschen. Um das Land leichter zu erobern, benutzten sie die vorhandenen Großgrundbesitzer. Die durch Revolten und Hungersnöte geschwächte Dynastie der 100 Mang-Familien unterwarfen sich nach außen hin bereitwillig, um ihre Macht zu behalten. Der unfehlbare heilige Jadekaiser blieb scheinbar weiterhin das Oberhaupt aller KanThai. Eine richtige Entscheidung, da er nach der Auffassung aller KanThai von göttlicher Abstammung und dadurch der oberste Vermittler zwischen Volk und Himmel ist.

Die Schwarzen Adepten besetzten die Positionen des Kronrats, der zuvor von Eunuchen und Adligen gebildet wurde und den Jadekaiser berät. Sie reformierten das Beamtensystem. Neue Technologien und Veränderungen linderten Hungersnöte und brachten einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ehrgeizige und stolze Großprojekte wie Deichbauten und der Großen Kanal wurden realisiert und erzürnten zugleich die elementaren Wasserdrachen Long. Dass während der Arbeiten viele Arbeiter ihr Leben unter ungeklärten Umständen verloren, gilt als notwendiges Opfer für das allgemeine Wohlergehen vieler.

Politik

KuroKegaTi

Der im Osten regierende Jadekaiser (YueTi) ist nur noch der symbolische Herrscher. In Wahrheit besitzen die Schwarzen Adepten (KuroKata) die Macht, da sie in allen politischen Schlüsselpositionen ihre Finger im Spiel haben.

TsaiChen-Tal

Im TsaiChen-Tal in KanThaiPan regieren die Samurai. Es gilt ein Kastensystem, das das Ansehen, aber nicht immer die tatsächliche Macht wiederspiegelt.

SchiDoscha

Aus den mächtigsten Zweig-Klans und deren Anführern, den SchinLos, wird der SchiDoscha bestimmt.

Religion und Philosophie

Die Menschen sehen keine Widerspruch darin, dass die Religionen verschiedene Heilslehren anbieten. Die Glaubensrichtungen und Philosophien haben einander bereichert und sind kaum voneinander zu trennen. Die Menschen vermischen die Lehren und suchen sich die ihnen wichtig erscheinenende Punkte heraus.

ButsuDo

ButsuDo ist die jüngste Religion KanThaiPans.

ChenMen

ChenMen gehörts zu den ältesten Religionen in KanThaiPan.

LiChia

Besonders von den konservativen Beamten KuroKegaTis und Anhängern des Adels wird die LiChia,die Lehre des Meister Kung gepflegt, die sogar offizielle Staatsphilosophie ist.

DaoChia

Die Daoisten kennen keine Unterscheidung zwischen Körper und Seele. Für sie ist alles ist eins und voneinander abhängig. Sie streben danach, sich seelisch und körperlich zu vervollkommnen, um letztlich unsterblich zu werden - was wenigen tatsächlich gelungen ist. Nach daoistischer Auffassung ist das Leben von Gegensätzen geprägt und rational nicht vollständig erfassbar. Widersprüche erweitern nur die Vielfältigkeit von Dingen oder Personen. Oftmals widersprechende Kräftepaare, Yin und Yang, sind die Essenz aller Dinge, der Mensch ist dabei steten Wandel unterzogen, wie das Buch der Wandlungen lehrt. Geburt, Tod, Leben sind nur wechselnde Seinsformen des Menschen. Wie die Gezeiten oder Jahreszeiten wechseln sich gute mit schlechten Zeiten. Es ist deshalb sinnlos, dieser Welt und dem Materiellen zu verhaftet zu sein, da Veränderungen und Wechsel selbst in andere Dimensionen jederzeit passieren können. Das Ziel des Menschen ist es, den persönlichen, richtigen Weg zu finden, der beim Gehen entstehen wird, um im Einklang mit dem Kosmos zu sein. Letztendlich wird sich dann alles von wie von alleine ordnen, ohne eitle Geschäftigkeit, und die Tugendkraft Te wird entstehen. Nach der Machtergreifung der Adepten flohen die wenigen überlebenden daoistischen Meister in den Untergrund oder ins TsaiChen-Tal. Ihre nur mündlich überlieferte Geheimlehre ist dadurch allgemein in Vergessenheit geraten.

MingDo

Im TsaiChen-Tal verknüpfte sich der Daosimus mit der Religion des ButsuDo zum MingDo.

Dunkle Dreiheit

In KuroKegaTi ist von der Regierung nur die Verehrung der drei dunklen Götter erlaubt.

Schamanismus

Der schamanistische Glaube lebt noch gleichberechtigt neben den anderen Glaubensrichtungen, die schamanistische Elemente übernommen haben. Die DokuUba pflegen noch schamanistisches Brauchtum beim Volk der PiaoPau.

TamaChia

Näheres im Artikel TamaChia.

Recht und Gesetz, Sitten und Bräuche

Es wird von allen Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, erwartet, leuchtende Beispiele zu sein, und jeder sollte sich seinem Stand entsprechend verhalten. Je höher die gesellschaftliche Position ist, um so unverzeihlicher werden Fehler. Die KanThai üben sich unablässig darin, ihr Wissen oder ihre Fähigkeiten zu perfektionieren. Bereits ein Fehlgriff des gewählten Motives bei einem Gedicht kann bei einem Hofdichter unverzeihlich sein.

Als besonders abscheuliche Verbrechen gelten Respektlosigkeit oder Ungehorsam gegenüber der eigenen Familie und Vorgesetzten, Verwandtenmord und Grabschändung. Durch den Glauben an die Wiedergeburt gilt die Todesstrafe als nicht als besonders schwerwiegend und wird schnell und oft ausgesprochen. Als viel schlimmer gelten Bestrafungen, die Folgen für das folgende Leben haben oder sogar Familienmitglieder für immer aus den Kreis der Ahnen nehmen. Es ist für das Nachleben wichtig, dass der Leichnam möglichst vollständig und unversehrt der Familie übergeben wird. Im Osten des Landes werden Verbrecher Dämonen geopfert. Die Sippenhaft gilt allgemein. Oft wird der Schuldige mit seiner Familie zur lebenslanger Strafarbeit verurteilt und die Frauen verkauft, falls die Schulden nicht beglichen werden können. Im TsaiChen-Tal kann Ehrenvollen die Gnade gewährt werden, durch einen ritueller Freitod ihre Sippe zu schützen, falls der finanzielle Schaden beglichen wird. Die Schuld gilt dadurch auch als spirituell gesühnt und die Verfehlung bleibt zumindestens für die Ahnen folgenlos. Bei Kriminalfällen werden Geister falls möglich als Zeugen gerufen. Deren Aussage wird ebenfalls überprüft, da sie genau wie die Lebenden eine sehr persönliche Sichtweise haben. Gut ausgebildete Richter urteilen in KuroKegaTi in öffentlichen Prozessen. Der Angeklagte muss seine Schuld gestehen, um verurteilt werden zu können, darf aber während des Prozesses nicht sprechen. Folter wird, oft erfindungsreich und kundig eingesetzt. Ein festgestelltes Fehlurteil bedeutet für den Richter, dass ihn die fälschlich ausgesprochene Strafe persönlich trifft. Ausländische Händler genießen das Privileg, in den Handelshäfen der Fremdenpolizei zu unterstehen, in der reiche und einflussreiche ausländische Händler Mitspracherecht haben. Im TsaiChen-Tal dagegen üben SaMurais , bis auf dem Einflussbereich der Klöster, gegenüber Nichtadligen die Rechtsprechung nach Belieben aus.

Wirtschaft und Handel

Ausländer gleichen in ihrem Aussehen, vor allem wenn sie lange Nasen besitzen und rote Haare tragen, der Vorstellung eines KanThaiPaners von Dämonen, Teufeln oder Tengu. Trotzdem zeigen sie sich nach außen hin freundlich, aber auch distanziert gegenüber Fremden. In ihrem Innersten besitzen KanThaiPaner allerdings häufig eine ihnen ureigene Überheblichkeit. Es herrscht die Überzeugung, dass einige ausländische Techniken möglicherweise beachtlich sind, aber in dieser Form sicherlich ungeeignet sind, da sie eben den Traditionen nicht entsprechen. Sogar die Adepten mussten bei der Einführung von Neuerungen behutsam vorgehen. Das Land ist arm an Edelmetallen. In eingeführte Gold- und Silbermünzen wird ein Loch gestanzt, um sie offiziell zu berechtigen. Perlen, Jade und Bruchsilber werden als alternative Zahlungsmittel verwendet. In KuroKegaTi gießen Kaufmannsgilden Kupfer- und Eisenmünzen und verhandeln deren Wert. Im TsaiChen-Tal stellen die ButsuDo Klöster und Fürsten eigene Münzen her. Die seltenen Goldmünzen dagegen darf nur die Werkstatt des SchiDoschas prägen. Die Händler KanThaPans sind häufig reich und einflussreich, aber nicht sehr angesehen. Sie gelten als besonders gerissen und rücksichtslos, wenn es um ihre finanziellen Interessen gilt. In den ausländischen Enklaven halten sie allerdings bedingungslos zusammen – Eigenschaften, die an ihnen geschätzt und gefürchtet werden. Beliebte Exportartikel sind echter Tee, Seide, Töpferwaren, Tabak, Färbemittel, Duftstoffe, Bambus, Schlafmohn, Möbel usw. Es wird meist nur minderwertigere Ware exportiert, da es für KanThaiPaner keinen Grund zur Annahme gibt, dass Barbaren Qualität schätzen. Die herausragenden Kunstgegenstände fertigen hoch geachteten Handwerker oft nur nach Bestellung für einen erlesenen einheimischen Kundenkreis. Es ist fast unmöglich, zum Beispiel ein echtes Katana käuflich zu erwerben. Sorgsam werden die Geheimnisse der Herstellung von Papier, weißem Porzellan, Schwarzpulver und Lackgegenständen gehütet.

TsaiChen-Tal: Entlang der Gewürzstraße importieren die TsaiJin Metalle, Pferde, Edelhölzer, Elfenbein und Rhinozeroshörner. Sie verläuft über Schiffe den Sairapana in Minangpahit aufwärts, durch das Schattenmeer in den Hafen von HuangFei. Von dort führt eine gut ausgebaute Straße zur Hauptstadt ChangAn bis nach YüTsin. Dahinter wird die Straße schlechter und führt durch Sumpfland und Reisfelder,bis sie nur noch nur noch einen Trampelpfad gleicht und dem Lauf des Flusses MuChan folgt. Über den ChüanMon Pass wird die Handelsroute steil und schwer begehbar. Die Karawanen werden hier oft nur noch von Aranern oder TsaiJin geführt und selten von den verhassten Tegaren. Ausländische Händler können sich im TsaiChen-Tal mit Pässen frei bewegen, bekommen allerdings häufiger Begleiter zu ihrem Schutz. Die Zölle sind moderat und Straßengebühren werden verlangt.

KuroKegaTi: Nur in den Hafenstädten können sich Ausländer frei und sicher bewegen. Es ist darüber hinaus verboten, die Landessprache zu lehren. Nach dem Handelsboykott des TsaiChen-Tals blüht der Schmuggel. Der Auslandshandel wird von drei Handelsgilden betrieben und ist auf den langen und durch Piraten gefährdeten Seeweg angewiesen. Hirse und Reis werden nach Medjis und Minangpahit verkauft.

Heereswesen

Im Osten ist seit dem Erscheinen der Adepten das Ansehen des Kriegers auf dem Tiefpunkt gelangt. Aus gutem Stahl fertigt man keine Nägel und aus Edlen keine Krieger, besagt eine Weisheit. Nur noch wenige sehr traditionsbewusste Familien lassen ihre Söhne zu Kriegern ausbilden. Die früher geläufigen Lehren des Gelehrten SunTsu sind nur noch im TsaiChen-Tal bekannt. Wer seinen Feind und sich selbst kennt, kann nicht verlieren, so lautet ein bekannter Grundsatz aus dem Buch. Es verbindet Heerführung mit der Lehre des Daoismus, Strategie, Taktik und Psychologie.

Beim Weg der 1000 werden Bürger KuroKegaTis zwangsrekrutiert. Die Armee der Adepten ist beeindruckend und die Ausrüstung ist zumeist gut. Wenn es unauffällig möglih ist, kämpfen gezüchtete Monster und Dämonen mit. Die wahnsinnigen Zeugmeister der Adepten experimentieren mit unehrenhaften Waffen wie Raketen, Repetierarmbrüsten oder Feuerstöcken. In starren Formationen kämpfend ist das Heer der OrcaMurais im offenen Gelände fast unbezwingbar, doch in den Wäldern von Medjis und den Gebirgspässen wurde das schwerfällige Heer so manches Mal geschlagen. Die Adepten sind sich dieser Schwäche bewusst und meiden unwegsames Gelände. Skrupellose und fähige ausländische Heerführer können schnell reich werden. Die beeindruckender Kriegsdschunken werden von den schnellen aus Verstecken operierenden Piraten und minangpahitischen Booten immer wieder besiegt. Eine Seeinvasion des TsaiChen-Tals verhinderte bisher der Drachenkönig, die starke Flotte der TsaiJin sowie von den Priestern beschworene Wirbelstürme.

Im TsaiChen-Tal dagegen stehen die Krieger durch die ständige Bedrohung im hohen Ansehen. SaMurai und kriegerische Klostergemeinschaften übernehmen den Schutz vor bösen Geistern und Überfällen der Tegaren oder der Adepten. Im unwegsamen Grenzgelände konnten die hervorragend geführten und motivierten TsaiJin bisher immer gewinnen. Die Klans des TsaiChen-Tals sind teilweise regelrecht auf bestimmte Kampftechniken spezialisiert, wie zum Beispiel die auf dem See kämpfenden SaMurai aus HuangFei oder die Bergtruppen des PanKuTun Gebirges. Bei Auseinandersetzungen zwischen Klans bestimmt der Ehrenkodex, dass die Schlacht sehr rituell gestaltet wird. Vor dem Beginn der eigentlich Schlacht stellen sich die angesehensten Krieger vor, um mit gleichwertigen SaMurais ein Duell auszufechten. Erst nach den oft vielen Einzelkämpfen beginnt die eigentlich Schlacht. Die Köpfe ehrenvoller Gegner werden nach der Schlacht gewaschen, parfümiert und geschminkt. Um die Seele des Getöteten zu beschwichtigen, wird diesen Kopftrophäen noch eine Geistermahlzeit gereicht.

Magie

Die Gelehrten KanThaiPans glauben, dass neben den Urpolaritäten der männlichen und weiblichen Dualitäten Yin und Yang ein weiteres ergänzendes System vorherrschen. Aus den dynamischen Urkräften entstehen die fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Harmonie herrscht, wenn sie sich im Gleichgewicht befinden. Deshalb versuchen FengSchui Meister, die Kräfte, die überall wirken, zu bestimmen, um sie zum Beispiel in Architektur oder Landschaft positiv zu beeinflussen. Krankheiten werden in KanThaiPan behandelt, indem Gelehrte den Fluss der verschiedenen Energien zum Beispiel durch Akupunktur ins Gleichgewicht bringen. In derselben Weise können die finsteren Gelehrten Chaos und Verderben wirken.

Nichts bewegt so tief wie Musik, Malerei, Dichtung und Literatur. Die Worten des rawindrischen Propheten KiaSanKu mit besonderer Tusche von Weisen auf gesegneten Papier niedergeschrieben, erschüttern sogar Dämonen und Geister. Dichter und Barden vermögen, durch Melodien oder Urtöne, Rhythmus oder Harmonie Kraft zu wirken. Viele behaupten, dass die berühmten Landschaftsgärten und die Teekunst durchaus Menschen verändern können.

Die fanatischen Mönche des ButsuDos suchen die Erleuchtung durch religiöse Studien und hartes körperliches Training und erreichen dabei magisch anmutende Fähigkeiten. Gleich den Einsiedlern des MingDos und den Schwertheiligen benutzen sie ihre innere Kraft Ki, die jedem Menschen innewohnt.

Bei Nicht-KanThai wird schnell behauptet, ihre Zauberei stamme von Dämonen ab oder sei mit den Gesetzen der Ordnung unvereinbar. Ausländische Zauberer, auch wenn sie möglicherweise kurzfristig Gutes tun, sind doch langfristig schädlich. Vor allem schwarze Hexer und Dämonenbeschwörer werden grausam getötet. Aufgrund der schlechten Erfahrungen der TsaiJin mit Schwarzen Adepten und Schwarzen Lamas ist diese Praxis durchaus verständlich. Entdeckte Heiler, Druiden, Magier oder Thaumaturgen werden bestenfalls aus dem Land verwiesen. In KuroKegaTi müssen alle Zauberer und Priester Mitglied der Gesellschaft der Schwarzen Herzen sein. Mächtige ausländische Zauberer mit nützlichen Fähigkeiten können ebenfalls Mitglied werden.

Nichtmenschliche Rassen und Wesen

In den südlichen Sümpfen, im Gebiet der PiaoPau leben Echsenmenschen. In den Grenzwäldern von Medjis siedeln Waldgnome, während in den Bergwäldern die Affenkobolde, sehr scheue, intelligente Affen leben. In den westlichen Gebirgen des TsaiChen-Tals kommen vereinzelt Zwergensiedlungen vor. Im nördlichen PanKuTun Gebirge leben versteckt Yetis und Eistrolle. Im südlichen PanKuTun befinden sich angeblich unterirdische Siedlungen von Dunkelzwergen, die mit den Adepten kooperieren. Versteckt in Gebirgen leben die ogergroßen, gestaltwandlerischen fliegenden Berggeister, die sich von Menschenfleisch ernähren. Noch andere Gestaltwandler suchen die KanThai heim – wie die den Halblingen ähnlichen Rabenkobolde, die sich im Notfall in Raben verwandeln. Sie vermehren sich, indem sie Kinder zu ihres gleichen verhexen. Von der Heimat des grünen Herrn, der Insel der Unsterblichkeit, gelangen immer wieder unsichtbare körperlose Dämonen. Sie nehmen oft von Füchsen oder Dachsen besitz und können ihre Gestalt beliebig verändern. Die listigen, 1000 Jahre alten Fuchsgeister versuchen die Menschen zu schädigen. Sie sind mächtige Zauberer. In ihrem Inneren befindet sich eine Kugel mit ihrer Lebenskraft, die Menschen Unsterblichkeit verschafft.

Bestienhafte OrcaMurai und OgraMurai stellen die reguläre Armee KuroKegaTis und sind dort überall anzutreffen. Schwarzalben leben vor allem in KuroKegaTi unerkannt und verfolgen ihre eigenen Pläne und arbeiten gelegentlich mit den Schwarzen Adepten zusammen. Elfen kommen in KanThaiPan nicht vor. Der Legende nach sollen sie sich mit den Vogelmenschen, die noch in den westlichen Gebirgen leben, zu den Tengu vermischt haben. Viele Tengu sind begabte Zauberer. Sie gleichen rothaarigen Elfen, nur dass sie Flügel besitzen, die sie manchmal unter ihrer Kleidung versteckt halten. Sie verstehen sich auf das Tarnen und Schleichen. Sie gelten als leicht reizbar, aber auch humorvoll. Meist ernähren sie sich, indem sie die Vorräte der Menschen stehlen. Der Legende nach haben die Tengu immer wieder in die Geschicke KanThaiPans eingegriffen, indem sie ausgesuchten Menschen besondere Fertigkeiten, Magie oder Kampftechniken lehrten, damit diese die gewünschte Aufgabe erledigen konnten.

Durch das Chaos, das die dunklen Adepten hervorriefen, und die vielen Tore zur Welt der Toten herrscht regelrecht eine Geisterplage. Es scheint im Land eine magische Umweltverschmutzung entstanden zu sein, die immer wieder unter besonderen Konstellationen Dämonen entstehen lässt. Nach verruchten magischen Experimenten oder Manipulationen der Kraftlinien werden kleinere Kamis böse oder Pflanzen beseelt. Geister können immer entstehen, wenn Menschen grausam zu Tode kommen oder die Seelen nach einem Verbrechen keine Ruhe finden. Oftmals sind diese Rachegeister wahllos in ihrer Rache und finden erst Ruhe, wenn sie beliebigen Menschen ähnliches Leid zugefügt haben. Auch durch die Nichtbeachtung der Begräbnisriten können Totengeister entstehen. Jademumien, Langhaargespenster oder Untote kommen so zustande. Es ist außerdem lebenswichtig, die Ahnengeister durch Opfer bei Laune zu halten, da sie vor Dämonen schützen. Ähnlich hilfreich sind die Schutzgeister, gutmütige freundliche Geister, die in Steinen, Bäumen, Brücken oder Feldern leben. Ihnen zu Ehre werden vor allem von den Wu und ChenMen Priestern kleinere Schreine errichtet.

Das Meer der Seejungfrauen ist der Lebensraum der weisen heiligen Riesenschildkröten Ao und der Fischmenschen, die außerdem noch im Schattenmeer anzutreffen sind. Zwei der fünf Drachenkönige, die DaiWangLong, leben mitsamt ihrem Gefolge aus niederen Long noch in KanThaiPan. Der Kaiserdrache des Flusses TsaiChen mitsamt seinen Nebenflüssen soll der Legende nach ein Sohn der Göttin TsaiChen sein und gilt als der älteste und mächtigste. Die TsaiJin hoffen, dass mit seiner Hilfe die Adepten vertrieben werden können. Der Drachenkönig des Schattenmeeres liebt es, die Brücken und Schiffe der Adepten zu zerstören. Spötter behaupten, er sei nur deshalb noch nicht auf Seiten der Adepten, da die TsaiJin die schöneren Frauen und besseren Dichter haben. Die Mischlinge zwischen Long und Menschen, die sogenannten Glückskinder, leben vereinzelt und oft unerkannt in ganz KanThaiPan

Abenteuer in KanThaiPan

Quellen und Verweise

Literatur

Weblinks